Aktuelle Nachrichen

Frühlingskonzert im Himmelthal

Frauenzell/Himmeltal.

Zu einem wunderschönen Konzert in traumhaftem Ambiente lud am Sonntagnachmittag der Freundeskreis des ehemaligen Benediktinerkloster Frauenzell im Zusammenschluss mit dem Kulturausschuss der Gemeinde Brennberg nach Himmeltal ein.

Rund 150 Kulturbegeisterte, darunter Tobias Gotthardt, Landtagskandidat der Freien Wähler und Dr. Thomas Feuerer, Kulturreferent Landratsamt Regensburg, waren zu dem Treffpunkt an der Klosterkirche gekommen, von wo sie zweiter Bürgermeister Franz Löffl persönlich abholte und während einer kleinen Wanderung nach Himmeltal den Besuchern die Schönheiten entlang des Weges zeigte.

Die Konzertwiese im Himmeltal war eingebettet von Wiesenblumen und die Gruppe „Oane wia koane“ begeisterte die Zuhörer mit ihren gespielten „Zwiefachen und Boarischen, Walzern, Polkas und Galopp“. Anhaltenden Applaus gab es für das sing- und sinnenfreudige Quartett, Verena Neuhofer (Geige), Verena Meier (Steirische Harmonika), Magdalena Uhlmann (Harfe) und Vera Biller (Kontrabass). Sie boten Volksmusik – jung, frisch, unkonventionell und trotzdem bodenständig.

Viele Lieder dichtete das Musikquartett gerne in eine weibliche Perspektive um, was den Zuhörern durchaus gefiel. „Oane wia koane“ (linkes Bild) boten, „Musik im Einklang mit der Natur und unserer schönen Naturlandschaft“, wie zweiter Bürgermeister Franz Löffl sehr treffend charakterisierte.

2018 von Gabriele Hollschwandner (Kommentare: 0)

Bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla

Ka­bar­et­tis­tin An­drea Lim­mer nahm im Bür­ger­saal ih­re Zeit­ge­nos­sen aufs Korn

Man hatte sich das einigermaßen schwierig vorgestellt. „Das Schweigen der Limmer“ – so war der Auftritt der niederbayerischen Kabarettistin Andrea Limmer am Samstagabend in Wörth überschrieben. Eine Künstlerin, die auf der Bühne steht und schweigt ?

ls die Künstlerin dann aber durch den ganzen Bürgersaal zur Bühne fetzte und draufsprang, um die Gäste zu begrüßen, da ahnte man schon, dass es mit Schweigen und Langeweile nicht so weit her sein würde.Andrea Limmer, ein 1,54 Meter großes Energiebündel („gefühlte Größe: 1,95 Meter“), eine Ratschkathl, wie sie selbst geschrieben hat, verstand es, die Gäste zu unterhalten – mit deftigem, aber durchaus hintergründigem Humor.Eine zentrale Botschaft des von K.i.W. organisierten Abends: Schweigen wäre manchmal besser, weil „vul Leid nur reden, damit d’Luft scheppert“. Darum ging es auch in einem Lied, das die Kabarettistin sang und mit der Ukulele begleitete. Refrain: „Bla bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, ...“.Mit beißendem Spott bedachte Limmer „Alexa“, den virtuellen Assistenten und Sprachautomaten von Amazon. Oder, mit Limmers Worten, eine Dose, mit der man sprechen kann und die zu allem etwas weiß. Naja, zu allem wahrscheinlich auch wieder nicht, wie die Kabarettistin witzelte: „Man kannt ja mol song: Alexa, google doch bitte günstige Mietpreise in München.“Ihre niederbayerische Herkunft nahm Limmer gleichfalls auf Korn. Niederbayern sei das „Land des emotionalen Schlaganfalls“, sagte sie und wunderte sich darüber, dass sie ob ihrer Herkunft „keine Beileidsbekundungen“ bekam.Auch um Duschgel ging es, das heutzutage „body talk“ heiße und den Teint anspreche. Wenn das Duschgel ihren Teint sehe, werde es wahrscheinlich sagen, „dass de öfter mol ind’Sunn geha sollt“, scherzte Limmer. Das Duschgel verleihe außerdem Energie und Entspannung: „Wenn i Energie und Entspannung her, dann denk i eher an mein Onkel Fredi, wia a oan fahren lasst.“Sie erzählte ferner von ihrer Oma Cilli, die den Hansi Hinterseer sehr gerne höre. Da gebe es dann Liedzeilen wie diese, flachste Limmer: „Komm mit mir auf die schönsten Inkontinente. Ich schenk dir meinen Herzschrittmacher.“Die Kabarettistin, die ihre Zuhörer schon mal augenzwinkernd zur Ruhe ermahnte („I hock eich glei ausanand“), kam auch auf Touristen zu sprechen, die ihren Heimatort überfluten – und denen sie einen „bayerischen Smoothie“ (saures Lüngerl) kredenze. In ihrem Heimatort gebe es zudem die „fünfbeinige Haxensau“, ein Schwein, das „seit Tschernobyl“ fünf Beine habe und sogar schon mal Ministerin Ilse Aigner bedrängt habe: „Do hob i gsagt: Ilse, du bist doch in da CSU, di hod doch bestimmt scho öfter a Sau angemacht.“Ihre spöttischen Erzählungen lockerte Limmer mit Liedern auf, zum Beispiel mit dem Stück „Ohne Diridari, do vadirrad i, ohne Diridari, darad i vadirrn“.

[Simon Stadler, Donau Post]

2018 von Johann Festner (Kommentare: 0)

Foto Resi Beiderbeck

Sax-Pack beim Frühlingskonzert im Klosterhof

Frauenzell.
Einen lauschigen Frühlingsabend verbrachten rund 100 Gäste im Innenhof des Klosters beim Konzert der Gruppe Sax-Pack. Der Kulturausschuss der Gemeinde Brennberg hatte zu dem Musikabend eingeladen, der bei milden Temperaturen lange andauerte. Nach dem Motto “Always look on the bright side of life” ließen es sich die Zuhörer gut gehen, nutzten Musikpausen zum Plaudern, lobten die tolle Akustik und sparten nicht mit Applaus für beliebte Titel wie den geschmeidig intonierten Song “It's only Papermoon” oder Duke Ellingtons “I´'m beginning to see the light”. Musikalische Ausflüge machte Sax-Pack nach New York, aber auch nach Norwegen, etwa mit einem eleganten Blues von Idar Torskangerpoll. (lbi)

2018 von Gabriele Hollschwandner (Kommentare: 0)

Foto Gerlinde Fink

Sax Pack be­geis­ter­te im Klos­ter­hof von Frau­en­zell

Frauenzell
Einen unterhaltsamen Abend mit Saxofonklängen und Gesang erlebten die Zuhörer am vergangenen Freitagabend im Klosterinnenhof in Frauenzell. Der Kulturausschuss der Gemeinde Brennberg hatte zum Auftakt der diesjährigen Kulturveranstaltungen das Saxofon-Ensemble „Sax Pack“ aus Bernhardswald engagiert, die als Untergruppe des Blasorchesters seit 2011 unter der Leitung von Alexandra Gerhardt moderne Arrangements bekannter Jazz-, Rock-, und Pop-Klassiker erklingen lässt. Die elfköpfige Saxofongruppe wird dabei von einer dreiköpfigen Rhythmusgruppe mit E-Gitarre, E-Bass und Schlagzeug begleitet. Mit Nummern wie „Always look on the bright side of life“ oder „Wonderful world“ verführten die Musiker die Gäste zum Mittwippen und Mitsingen. Christine Altmann und Cris Gardner intonierten zudem einige Nummern wie den Beatles-Klassiker „When I‘m sixty-four“. Zwar war es bereits das zweite Konzert im herrlichen Klosterinnenhof in Frauenzell, dennoch das erste Konzert des Neumitglieds Bernhardswald im Reigen der Donau.Wald.Kulturgemeinden, wie Bürgermeisterin Irmgard Sauerer bei der Begrüßung feststellte. Die Moderation der Gruppe hatte Irmgard Gründl übernommen, eine Cousine eines Ensemblemitglieds. Sie informierte über die Stücke und führte gekonnt durchs Programm. Unter den annähernd 100 Besuchern weilte auch der Bundestags-Direktkandidat der Freien Wähler, Tobias Gotthardt.

2018 von Gabriele Hollschwandner (Kommentare: 0)

Hommage an einen Meister des Soul

Voice & Strings erweisen Stevie Wonder die Ehre

Angekommen ist das Duo längst. Steffi Denk und Hans „Yankee“ Meier müssen sich dem „K.i.W.“-Publikum nicht mehr vorstellen. Fans und Freunde wissen aus der Erfahrung wiederholter Gastspiele, dass sie für Qualität stehen und immer einen unterhaltsamen Abend garantieren. Diese Reihe fand am Samstag im Bürgersaal vor vollem Haus ihre Fortsetzung.

Eigentlich zählen Carole King und James Taylor, zwei Folk-Repräsentanten der siebziger Jahre, zu ihren Favoriten, auch John Lennon und Paul McCartney, denen sie mit dem Hit „Come together“ aus dem legendären Beatles-Album „Abbey Road“ von 1969 einmal mehr die gebührende Achtung erwiesen. Diesmal zollten sie einem wahren Meister des Soul, Pop und Funk ihren Respekt. Das reiche Repertoire von Stevie Wonder, Botschafter des Friedens, Oskar-Preisträger, standhafter Anwalt der Menschenrechte und bekennender Anhänger der Ziele und Ideale des 1968 ermordeten Bürgerrechtlers Dr. Martin Luther King, bestimmte einen guten Teil des bemerkenswerten Vortrags, den „Voice & Strings“ aber mit einem unvergessenen Evergreen eröffneten. Mit „Son of a Preacher Man“, in der Flower-Power-Ära ein Volltreffer für Dusty Springfield, hatten Steffi Denk und Hans Meier die Besucher sofort auf ihrer Seite.

Eine Reise um die Welt haben auch die Lieder von Stevland Hardaway Morris (so sein Geburtsname) angetreten. „Superstition“ zum Beispiel, „Living in the city“ oder „So what a fuss“, ein Titel, den er mit Prince eingespielt hat. Auf Erfolgskurs befand sich der 1960 im US-Staat Michigan geborene Sänger vor allem mit poetischen Bestsellern wie „I just called to say I love you“, eine herrliche Melodie für den Film „Die Frau in Rot“, und der Komposition „You are the sunshine of my live“.

Mit ihren groovenden und swingenden Interpretationen machten Steffi Denk und Hans Meier, die sich erneut wunderbar ergänzten, richtig Eindruck. Der dankbare Beifall war immer wieder Ausdruck der Anerkennung für ein Konzert, das die Erwartungen voll und ganz erfüllt hat, für einen lauschigen Frühlingsabend, der mit der Freude an feiner Musik das Tor zur Entschleunigung und Entspannung weit geöffnet hat. [...]
[Text und Bild Donau-Post, Sepp Raith]

2018 von Johann Festner (Kommentare: 0)

Ausschreibung Kulturpreis des Landkreises Regensburg

Der Landkreis-Kulturpreis steht wieder an. Bis 1. Juli können Vorschläge eingereicht werden - einmal für den Kulturpreis allgemein, dann für den Jugendkulturpreis und für den Preis für das Lebenswerk. 
Man muss nicht zwingend Einzelpersonen vorschlagen. Auch Gruppen können geehrt werden.
Details hier: https://www.landkreis-regensburg.de/Kultur/Kulturprojekte/Kulturpreis.aspx

2018 von Johann Festner (Kommentare: 0)

Lie­der von deut­schen und bri­ti­schen Kom­po­nis­ten – Bri­ti­sche Sän­ger er­zäh­len vom Bre­xit

Auf dem Programm des Abends sind die Umrisse von Deutschland und Großbritannien durch eine Notenzeile wie durch eine Brücke miteinander verbunden – ein wunderbares Symbol für die deutsch-britische Begegnung auf musikalischer Ebene am Samstagabend im Wörther Bürgersaal. Auch bei den „Regensburger Altstadtsängern“ selbst harmonieren Deutsche und Briten miteinander. David Hiley und David Harper leben seit Jahren in Deutschland und haben nun aufgrund des drohenden Brexits die deutsche Staatsbürgerschaft angenommen und berichteten von ihrem Verhältnis zur drohenden Abspaltung Großbritanniens von der EU.

„Hab oft im Kreise der Lieben
In duftigem Grase geruht,
Und mir ein Liedlein gesungen,
Und alles war hübsch und gut.“

Als Ouvertüre haben die vier Altstadtsänger „Frisch gesungen“ von Friedrich Silcher (1789 – 1860) gewählt. Im Laufe des Abends werden die vier älteren Herren deutsche und englische Quartette, Sololieder und Balladen präsentieren, darunter vier Lieder von den Comedian Harmonists wie „Veronika“ und „Tootsie“.

„Seit zehn, zwölf Jahren – ich weiß es gar nicht genau – treffen wir uns regelmäßig und musizieren zusammen“, berichtet der Bariton Albert Zacher. Für die Taufe von Helmut Pösers (Bass) Enkelkind versammelte er damals seine drei Freunde zum ersten Mal um sich. Zacher hat schon in seiner Schulzeit in einem Männerquartett gesungen, Harper ist sogar ausgebildeter Sänger und Hiley ist Musikwissenschaftler und Spezialist für Gregorianik. Er bringt oft alte Choräle zu den Proben mit, die zum letzten Mal vor 800 Jahren aufgeführt wurden.

Ihr Repertoire reicht inzwischen von gregorianischen Chorälen über die Renaissance und die Romantik bis hin zu Schlagern aus den Zwanzigern und Barbershop Songs. Barbershop ist amerikanischer Musikstil, der früher in Frisörläden zur Unterhaltung der Wartenden Kunden aufgeführt wurde, erklärt Zacher. „Daraus ist später in New Orleans der Jazz entstanden.

Musiziert wird bei Albert Zacher zuhause. „Er ist unser Gastgeber, Bibliothekar und Notenwart“, lacht Hiley, „Er hat uns zusammengeführt.“ Die vier Sänger harmonieren nicht nur gesanglich, auch privat sind sie eng befreundet. „So wie andere sich zum Schafkopfen treffen, treffen wir uns, um gemeinsam zu musizieren“, erklärt Zacher. Zumeist singen sie für sich selbst. „Früher waren wir allerdings manchmal bei ‚5 nach 12‘ dabei“, erinnert sich Zacher. „Und letztes Jahr waren wir auch schon hier in Wörth.“

Deutsche Staatsbürgerschaft

„Mir war schon vor dem Referendum klar, dass dabei etwas Schlechtes herauskommen könnte“, vertraut der Brite David Hiley mit seinem sanften britischen Akzent der Donau-Post an. „Die Stimmen der Brexit-Befürworter waren sehr laut. Mir war das extrem unangenehm. Die Stimmung wurde zunehmend unruhig.“

Geboren wurde Hiley in Nordengland in der Nähe von Manchester und studierte in Oxford und London. Vor mehr als 30 Jahren kam Hiley mit seiner Frau wegen einer Professur an der Universität nach Bayern. Der drohende Brexit hat ihn und seine Frau vor ein paar Monaten dazu bewogen, die deutsche Staatsbürgerschaft anzunehmen. Jetzt ist es offiziell.

Hiley erzählt, dass seine Tochter als Künstlerin in Edinburg lebt und arbeitet. Viele Künstler aus aller zieht es in die schottische Metropole. Die Freunde und Kollegen seiner Tochter machten sich nun Sorgen, denn nach einer neuen Regelung sollen nach dem Brexit alle, die weniger als einen bestimmten Betrag zum Bruttoinlandsprodukt beitragen, das Land verlassen müssen. Und Künstler gehören nicht zu den Besserverdienenden.

Am 23. Juni 2016 entschied sich bei einer Wahl eine knappe Mehrheit der Briten für den Austritt aus der EU. So etwas gab es noch nie, nochmalerweise wollen Länder der EU beitreten. Die Brexit-Befürworter wollen sich nicht mehr von EU-Gesetzen einschränken lassen, keine unbegrenzte Einwanderung dulden und keine Zahlungen an den europäischen Haushalt leisten. Da Großbritannien eng mit den anderen EU-Ländern verbunden ist, gilt es nun, viele neue Gesetze zu vereinbaren, über die man sich nicht einig wird. Die befürchteten Folgen sind eine schrumpfende Wirtschaftskraft Großbritanniens, unter anderem wegen der großen bürokratischen Hürden mit den bisher wichtigsten Handelspartnern, den EU-Ländern, ein im Wert sinkendes britisches Pfund, teure Im- und Exporte aufgrund von Zöllen, Arbeitsplätze werden verloren gehen, große Firmen den Inselstaat verlassen und Probleme für die ausgewanderten Briten und auf der Insel lebenden Einwanderer auftreten. „Doch es gibt auch eine Bewegung, um die Entscheidung rückgängig zu machen“, hofft Hiley.

[Text und Foto: Donau-Post, Werdin] 

2018 von Johann Festner (Kommentare: 0)

Foto: Fink

Stand­ler trotz­ten der Win­ter­käl­te

Der Arbeitskreis Kultur hat mit dem Fastenmarkt eine alte Pfatterer Tradition wiederbelebt und bietet vor allem Beschickern aus der Gemeinde und der Region eine Plattform.

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2018 von Johann Festner (Kommentare: 0)