Aktuelle Nachrichen

Die Goldenen Zwanziger waren längst nicht so golden, wie man sie sich heute vorstellt: Das ist die Quintessenz eines Vortrags, den Lena Schöberl, Josef Schindler und Johann Festner am Freitag im Bürgersaal gehalten haben. Dieser Vortrag war Teil einer Veranstaltungsreihe, die Kultur in Wörth initiiert hat.

Die Zwanzigerjahre seien gekennzeichnet durch eine „große Widersprüchlichkeit“, sagte Schöberl. Einerseits gab es auf allen Gebieten wegweisende Innovationen – auf der anderen Seite waren Elend, Inflation, Massenarbeitslosigkeit, Extremismus und Rassismus nicht zu übersehen.

Auch in Wörth stellte sich die Lage zwiegespalten dar. Das belegen alte Ausgaben der Donau-Post, die Festner und Schindler im Archiv der Mediengruppe Straubinger Tagblatt/Landshuter Zeitung durchforstet haben. Demnach gab es im Wörth der Zwanzigerjahre ein blühendes Vereinsleben, Kulturveranstaltungen und technische Neuerungen, die vieles erleichterten (Telefon, Donaudamm, etc.). Andererseits war die Geldknappheit ein allgegenwärtiges Problem. Auch düstere Vorboten des Dritten Reichs waren ausweislich der alten Zeitungsartikel schon zu erkennen.

[Text und Bild: Simon Stadler, Donau-Post]

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Einblicke in längst vergangene Zeiten haben 98 Teilnehmer bei der Stadtwanderung mit Josef und Josef (Schütz und Schindler) am Sonntagnachmittag gewonnen. Los ging es in der Herrngasse, wo Josef Rieder im Jahr 1927 mit der Produktion von Limonade begann. In der Gasse wohnte auch der Landwirt Alois Schmelz, der den Markt Wörth am 25. April 1945 an die Amerikaner übergab – kampflos. Er war nach dem Krieg der erste Bürgermeister, wurde aber nach nur einer Gemeinderatssitzung wieder abgesetzt, wie Johann Festner zu berichten wusste.Die nächste Station war das Baugebiet Am Brand. Ludwig Schindler erinnerte an die bewegte Geschichte des dortigen Stadels, der bald zum vierten Mal umziehen muss. Josef Schindler trug eine Geschichte vor, die mit einem Augenzwinkern an die „Saugossn“ erinnert. So hieß damals eine Mulde am Brand, in die jeder seinen Unrat kurzerhand hineinwarf.Über die „hölzerne Reibn“, das Gschwelltal und die Schule gelangten die Wanderer zum Bach-Weiher. Dort erinnerte Alfons Fürst an Schrebergärten, die man für Flüchtlinge aus Ostpreußen und dem Sudetenland angelegt hatte. 1952 verschwanden die Gärten.

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Den steten Wechsel von Melancholie und Beschwingtheit – mal ist die Krise fast schon vorbei, mal kommt sie umso mächtiger zurück – kann man ja nüchtern kaum noch ertragen. Die Drunken Lordz aus Wörth mit ihren irischen Volksweisen, Shantys und anderen – nunja – Trinkliedern passen da wie die Faust aufs Auge in diese verrückte Zeit.Und so war das K.i.W.-Konzert am Samstag in Weihern am See restlos ausverkauft. Gerne hätte man im Freien gespielt, aber der Regen hat auch das nicht erlaubt. So platzierten die Ehrenamtler das Publikum im geräumigen Wirtshaussaal, Türen und Fenster auf zum Durchlüften und schon konnte es schwungvoll losgehen.Marion Weickl (Querflöte, Whistles, Saxophon), „Johnny“ (Gesang, Gitarre, Percussion) und Thomas Hebauer (Akkordeon) sorgten vom Fleck weg für die dringend nötige Abwechslung. Ob mit Irish Folk, Hits von Santiano oder einer Drunken-Version des Partisanen-Schlachtlieds „Bella Ciao“: Wenig hätte zum Mittanzen gefehlt und die begeisterten Zuhörer sparten nicht mit Applaus. Auch der kann sich offenbar aufstauen und entladen.
[Text: Franz Nopper, Donau-Post]

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Musik “Teacher Men's Friends” entzückten das Publikum auf der Burg.

 

Brennberg

Eine laue Sommernacht auf der Burg - dazu “Finest Live-Musik” aus den 60ern, 70ern und 80ern - die Atmosphäre war am Samstag fast so wie vor Corona. Aber natürlich nur “fast”, denn die Menschen trugen Mund- und Nasenschutz, sobald sie ihre Plätze verließen, um sich Getränke zu holen. So frei wie früher fühlt man sich eben nicht anno 2020.

 

Spontan auf die Burg zu kommen, das ging ebenfalls nicht. Man musste sich zuvor telefonisch angemeldet haben. Normale Biergartenmöblierung war nicht erlaubt. Stattdessen durften sich die Besucher selbst ein Plätzchen suchen und sich direkt im Gras niederlassen. Das taten sie in großer Zahl, so dass sich für “Niederbayerns fetzigste Lehrerband” eine tolle Publikumskulisse bildete - nach dem Motto “It's time to come together”.

 

Auf Decken und Kissen hatten sich die Gäste niedergelassen. Manche hatten Campingstühle und eine komplette Picknickausstattung dabei. “Ich gehe davon aus, dass diejenigen Menschen, die eng beisammen sitzen, zu einer Familie gehören”, so Bürgermeisterin Irmgard Sauerer bei der Begrüßung. Sie erinnerte an die Hygieneregeln und gab die Anordnung des Landratsamtes weiter: “Spontanes Tanzen vor der Bühne ist leider nicht erlaubt” Dies werde womöglich bei den Herren der Schöpfung keine große Traurigkeit verursachen, mutmaßte die Bürgermeisterin und gab das Startzeichen für einen wunderbaren Burg-Abend: “Let's rock”. Am Platz schwofen, schunkeln und mitsingen, das ging recht gut. Auf dem Burggelände feierten gut gelaunte Besucher. 3. Bürgermeisterin Olga Wanninger und ihre Gemeinderatskollegen hatten den Ausschank übernommen und nutzten kleine Pausen zum Hüftschwingen. So kam ganz famose Stimmung auf, was die musizierenden Lehrer enorm freute.

 

“Super Wetter, tolle Location, prima Publikum”, schwärmte Stefan Pielmeier. “Uns freut's narrisch, dass wir heute unser erstes Livekonzert seit Beginn der Corona-Zeit spielen dürfen”, strahlte der gebürtige Brennberger. Gitarre spielen lernte er einst in Brennberg bei der Außenstelle der Volkshochschule. Die hatte seine Mutter Gretl Pielmeier hauptsächlich deswegen gegründet, weil ihr Bub sich ganz dringend Musikstunden gewünscht hatte. Heute gibt es die VHS-Außenstelle immer noch - mit Musikunterricht. Der Gitarren-Schüler von damals ist Schulleiter in Dingolfing und - der Volkshochschule sei dank - ein begnadeter Gitarrist. Bei “Teacher Men's Friends” ist er ferner für Gesang und Saxophon zuständig. Mit den Leadsängern Petra Iser und Wolfgang Kühndel, den Musikern Stefan Waitl, Matthias Weber und Christian “ERI” Ehrenreich ging auf der Burg so richtig die Post ab. Von Tina Turner bis Bryan Adams spielten sich die flotten Lehrer weit in frühere Jahrzehnte zurück.

 

Open-Air-Kino: Im Film ging es um die bedrohten Menschen der Region in ihren persönlichen Veränderungsprozessen. Ehemals staatsgläubige Bürger wandelten sich in “zaghafte Radikale”.

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Open-Air-Kino und Rockkonzert lockten die Besucher auf die Brennberger Burg

 

Brennberg. (gf) Einen kleinen Vorgeschmack auf den „Brennberger Burgsommer“, der coronabedingt auf 2021 verschoben wurde, erhielten am vergangenen Wochenende etwa 200 Besucher. Mit einem Open-Air-Kino und einem Musikabend durften die Gäste auf der Brennberger Burg die besondere Atmosphäre der Lokalität bei herrlichem Sommerwetter genießen.

Der Freitagabend lieferte dabei nochmals die Erinnerungen an den Widerstand gegen die geplante Wiederaufarbeitungsanlage in Wackersdorf frei. Der preisgekrönte Dokumentarfilm „Spaltprozesse“ von Bertram Verhaag und Claus Strigel zeigte eindringlich das Vorgehen und den unbedingten Willen der Politik, dieses damalige Großprojekt umzusetzen. Mit dem dringenden Appell auch heutzutage Großprojekte nicht als unabwendbar hinzunehmen, sondern durchaus zu hinterfragen, wandte sich Franz Waldmann von der Büfa Regensburg (Bündnis für Atomausstieg und erneuerbare Energien) an die Gekommenen. Sein Vater war damals einer der größten Aktivisten gegen die WAA und erlebte diese Zeit live mit. Der stellvertretende Bürgermeister Franz Löffl durfte zu diesem kostenlosen Angebot des Brennberger Kulturausschusses knapp 70 Besucher begrüßen.

Rock und Pop aus den letzten Jahrzehnten

Der Samstagabend war ganz der Musik gewidmet: Die „Lehrerband“ Teacher Men‘s Friends aus dem Landkreis Dingolfing-Landau gastierte auf der Burg Brennberg und ließ alle gängigen Rock- und Popnummern der letzten Jahrzehnte erklingen. Mit Frontsängerin Petra und Frontsänger „Wolpi“ präsentierte die sechsköpfige Band Hits von den Beatles bis zu AC/DC und sogar aktuelle Radiohits.

Mit dabei war auch der ehemalige Brennberger Stefan Pielmeier, dem es zusammen mit seinen Kollegen eine echte Freude war, in dieser besonderen Lokalität bei herrlichstem Wetter auftreten zu dürfen.

Die Gäste – es weilten am Samstag etwa 150 Besucher zu diesem Event auf der Burg – durften beschwingt zu „Time Warp“ aus der Rocky Horror Picture Show oder dem Welthit „Mama Loo“ der Les Humphries Singers mit wippen, denn Tanzen war leider wegen der Corona-Gefahr verboten.

Der Stimmung tat das jedoch keinen Abbruch. An beiden Tagen sorgten die Helfer des Kulturausschusses für ausreichend Getränke an den lauen Sommerabenden auf der Burg und sorgten für einen reibungslosen Ablauf. „Gerne mal wieder“, hieß es von den Besuchern, angesichts der tollen Lokalität im Burginnenhof, der auch den gebotenen Abstand locker gewährleistete.

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Endlich wieder Konzerte

Das Ensemble Fagonetti trat in der Frauenzeller Klosterkirche auf und begeisterte
Das Kulturleben der Gemeinde Brennberg nimmt langsam wieder Fahrt auf. Das Ensemble Fagonetti spielte am vergangenen Sonntag um 17 Uhr bei „Klassik in die Klosterkirche Frauenzell“. Das rund einstündige Konzert, das kurzerhand wegen des schlechten Wetters vom Klostergarten in die Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt umquartiert wurde, gab Einblicke in die Welt der klassischen Unterhaltungsmusik und erläuterte den Konzertbesuchern Wissenswertes über die Musikauswahl und die besondere Instrumentenbesetzung.

Das erste Konzert seit März für die Musiker


Es war ihr erstes Konzert seit dem 15. März, als die Corona Einschränkungen begannen. In normalen Zeiten hat die Künstlergruppe rund zwanzig Auftritte pro Monat. Das klug ausgewählte Programm des exquisiten Bläserquartetts wurde eingerahmt durch feierliche Choral-Sätze aus einem Divertimento von Christian Gottlob August Bergt (1771-1837), einem eher unbekannten Mozart-Zeitgenosse. In dem barocken Frauenzeller Kirchenraum verschmolzen die je zwei Klarinetten und Fagotte zu einem runden, geradezu sinnlichen Klangbild, das zudem große dynamische Bandbreite aufwies. Besonders Klarinettist Michael Wolf, der einige der vorgetragenen Kompositionen extra für die Quartett-Besetzung arrangiert hatte, glänzte als Oberstimme durch Phrasierung, hochmusikalischen Gestaltungswillen und Klangschönheit. Barbara Thalhammer (Klarinette) und Katrin Hoischen-Müller ergänzten als unaufdringliche Mittelstimmen den Ensembleklang, während Fagottist Ralf Müller, der ebenso wie Michael Wolf in kurzweiligen Moderationen Wissenswertes zur Musik beisteuerte, eine feine Bassstimme unter den musikalischen Satz zauberte. Mit einer spätromantische Serenade von Robert Stark (1847-1922) sowie zwei kleinen Tanz-Präludien des polnischen Komponisten Witold Lutoslawski (1913-1994) gelangen erfrischende musikalische Farbtupfer in dem überwiegend klassischen Repertoire um Mozart, Beethoven und August Bergt.

Begeisterter Schlussapplaus

Als Zugabe spielten die vier Bläser noch „Lady be good“, eine heiter-beschwingte Komposition von George Gershwin. Das rundum bereichernde Konzert der „Fagonetti“ war ein willkommener Kunstgenuss nach langen Monaten der kulturellen Abstinenz. Man spürte in dem begeisterten Schlussapplaus des Publikums nicht nur die Anerkennung für eine berührende musikalische Leistung, sondern auch viel Dankbarkeit für ein lang ersehntes musikalisches Geschenk in schwierigen Zeiten. „Es war eine Stunde, in der man die Seele baumeln lassen konnte“ beschrieb Bürgermeisterin Irmgard Sauerer ihre Gefühle am Ende des Konzertes. „Die Musik von Mozart und Beethoven passen einfach gut zur Kirche in Frauenzell. Schön, dass wir das Konzert nicht absagen mussten.“

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Wilma Rapf-Karikari und Ingo Kübler sind seit geraumer Zeit ein Teil der Donau.Wald.Kultur-Gemeinde. Das letzte Treffen fand bei ihnen statt, auch weil wir ihr Schaulager mit dem Vorlass von Margot Luf und die Nachlässe von Susanne Böhm und Maximilian Bresele sehen wollten.

Kurz nach dem Treffen habven wir erfahren, dass die beiden heuer mit dem Kulturpreis des Landkreises Regensburg ausgezeichnet werden.

Die DWK-Gemeinde gratuliert ganz herzlich und freut sich mit den beiden Preisträgern.

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Auf der Bühne hätte ein Jongleur stehen können, der einen einzigen Ball von einer Hand in die andere wirft – das Publikum wäre trotzdem gekommen. Einfach, weil überhaupt wieder irgendetwas los ist. Weil man wieder unter die Leute kommt, sich unterhalten kann, zwar maskiert, aber immerhin. Und wenn dann richtig gute Künstler auftreten, ist es noch einmal so schön.

Kultur in Wörth hat die Band Susi & die Spiesser und die Kabarettistin Eva Karl-Faltermeier in den Bürgersaal geholt, kurzfristig, innerhalb von zwei Wochen. Für alle Künstler ist es der erste Auftritt nach Monaten der Zwangspause.

Das Lächeln, das den ganzen Abend nicht von Susi Raiths Gesicht weicht, sagt alles. Endlich wieder spielen, endlich wieder auftreten ! Unter den Bandmitgliedern fliegen zwischen den Stücken die Frotzeleien hin und her. Klar, das gehört zum Programm, aber es wirkt nicht gespielt. Und sicher nicht gespielt sind die wortlosen Unterhaltungen, die die vier Musiker beim Spielen führen – hier ein Zwinkern, da ein breites Grinsen zum Nachbarn.

Die Band macht eine Musik wie Spare Ribs

Schon beim ersten Song klatscht das Publikum mit. Die selbst geschriebenen Stücke, ob mit bairischen oder englischen Texten, sind irgendwo zwischen Rock und Country einzuordnen. Man könnte sagen, eine Musik so gefällig wie Spare Ribs, einfach, aber einfach großartig, wenn sie richtig gemacht wird. Rhythmus und Melodien gehen vom Ohr direkt in den Körper und lassen die Füße zucken. Ein paar Zuhörerfüße wollen gar nicht mehr aufhören zu wippen, passen nur ihr Tempo mit jedem neuen Song an den Rhythmus an. Dass sie es durchaus komplizierter können, zeigen die beiden Gitarristen der Band, Jochen Goricnik und Jörg Willms, in ihren Soli. Goricnik wechselt gefühlt bei jedem Stück zu einer anderen Gitarre, Akustik-, E- oder Sologitarre, um seinen Hocker liegt ein kleines Arsenal bereit.

Sebastian Stitzinger nimmt sein Schicksal als einsamer Keyboarder unter Gitarristen die meiste Zeit mit Selbstironie, manchmal entflieht er ihm auch, indem er auf die Quetschn umsteigt. Susi Raith, wie ihre Kollegen sagen „irgendwie unsere Namensgeberin“, moderiert den Auftritt, ist das Gesicht der Band. Wie um das zu unterstreichen, trägt sie zu Beginn des Auftritts als einziges Bandmitglied keine Papiertüte auf dem Kopf. „Wir haben unsere eigene Lightshow mitgebracht“, lautet übrigens die skurrile Begründung für die Tüten.

Dass das Publikum trotz Aufforderung den Refrain von „Zwoa Zimmer, a Küch und a Bad“ nur zögerlich mitsingt, liegt sicher nicht an Raith, sondern daran, dass aus Sicherheitsgründen nur knapp 50 Gäste da sind. Und wenn es mit dem Singen auch zwickt, klatschen die Fünfzig am Ende für hundert.

Die Leiden der armen Oberpfälzer

Das Elend des Oberpfälzers im Allgemeinen und ihr eigenes im Besonderen stehen bei Eva Karl-Faltermeiers Auftritt im Zentrum. Ganz in Schwarz steht sie vorn, erzählt mit ruhiger, fast melancholischer Stimme von Nebel, Kälte, Feuchtigkeit und Ratten, von kleinen Dörfern, in denen jeder mit jedem verwandt ist. Wenige Gesten reichen ihr dafür aus, sie bleibt an ihrem Platz auf der Bühne stehen. Eine fast verzweifelte Begeisterung schwingt mit, als sie vom jährlichen Höhepunkt der Jugend ihrer Kunstfigur spricht – der Busfahrt nach Regensburg, weil die Mutter zur Krebsvorsorge muss. Dabei spielt sie mit Klischees – und bedient sie – aber so, dass es zum Lachen ist und nicht zum Ans-Hirn-Langen.

Ernsthafte Gesellschaftskritik kommt im Programm ebenfalls nicht zu kurz. Für ihre treffende, im Tonfall des gerechten Zorns vorgetragene Abrechnung mit der Gruppe der Facebook-Nutzer, die jeden harmlosen Post in eine politisch-verschwörungstheoretische Hexenjagd, Todesdrohungen eingeschlossen, verwandeln, bekommt Karl-Faltermeier Szenenapplaus.

Die Alternative Instagram mit ihrem Schönheits- und Selbstoptimierungswahn kommt nicht viel besser weg. Glaubwürdig spielt die Kabarettistin ihre Rolle als berufstätige, überforderte Mutter, die sich mit scheinbar perfekten Familien misst. Und selten hat es so viel Spaß gemacht, jemanden an einer Sache scheitern zu sehen.
[Text und Bild: Maximilian Eibl, Donau-Post]

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