Wolfgang Kamm, Musikkabarett im Röhrenhof
von Daniela Eigenstetter
Wolfgang Kamm begeistert mit Musikkabarett im Röhrenhof
Wolfgang Kamm begeistert mit Musikkabarett im Röhrenhof
Rettenbach – Ein rundum gelungener Abend erwartete die Besucherinnen und Besucher in der gut gefüllten, gemütlichen Hofstube Röhrenhof bei Rettenbach: Der Oberpfälzer Musiker, Schauspieler und Kabarettist Wolfgang Kamm präsentierte sein Programm „Schene Wölt“ und zog das Publikum von der ersten Minute an in seinen Bann.
Mit wortgewandten, hintergründigen und zugleich humorvollen Texten sowie vielseitigen Liedkompositionen, die direkt aus dem Leben gegriffen sind und die Oberpfälzer Mentalität widerspiegeln, überzeugte Kamm auf ganzer Linie. Musikalisch brillant an der Gitarre und stimmlich ausdrucksstark, verstand er es zudem, durch sein schauspielerisches Talent immer wieder neue Akzente zu setzen und das Publikum auch zum Mitsingen zu animieren.
Unterstützt wurde er dabei von seinem Sohn Moritz, der an verschiedenen Percussion-Instrumenten mitwirkte, auch die Premiere der neuesten Liedkomposition „I mecht gern a schene Wölt“. In seinen Liedern besingt Kamm all das, was eine „schöne Welt“ ausmacht: besondere Momente, die Liebe zur Musik („Mei Stimm und mei Gitarr“), das gemeinsame Genießen („heats einfach zua, genießt’s so guat wias grod geht“) sowie die Geselligkeit („I mecht ratschn, i mecht singa, i mecht a Halbe mit Eich tringa“). Auch die Vorfreude auf den Frühling ließ er mit seinem Lied „Mei Garten – ein buntes Meer aus Blüten“ lebendig werden.
Ein besonderes Anliegen ist dem Künstler die Pflege traditioneller Hausnamen. Auf humorvolle Weise griff er dieses Thema auf, indem er die Herausforderungen eines indischen Pfarrers in seiner Heimatgemeinde parodierte, der bei Hausbesuchen mit den Familien- und Hausnamen seine liebe Not hat.
Auch sein soziales Engagement kam zur Sprache: In einem Lied widmete sich Kamm seiner Arbeit mit der Inklusionsband „Power Pack“.
Mit seinem verschmitzten Humor sorgte Wolfgang Kamm für zahlreiche Lacher und verabschiedete sein Publikum schließlich bestens gelaunt in den Abend.
Foto: Andrea Biederer