Von Klassik bis Schlager und Popmusik
von Gabriele Hollschwandner
Igor Kvashevich gab ein Wiesenkonzert am Sonntag im Himmeltal für rund 60 Besucher
Donau-Post - Donnerstag, 25.06.2026 - Bericht von Gerlinde Fink
Trotz des heißen Wetters sind an die 60 Besucher zum zehnten Wiesenkonzert am Sonntag in das Himmeltal gekommen. Dort spielte Igor Kvashevich klassische Werke, aber auch bekannte Stücke von Schlagermusik bis Pop. Die Besucher, die sich auf mitgebrachten Decken und Stühlen niedergelassen hatten, erfreuten sich am Konzert, das eineinhalb Stunden andauerte. „In solch paradiesischem Ambiente habe ich auch noch nicht gespielt“, staunte Kvashevich.
Werke von Johann Sebastian Bach werden heute vor allem auf Cembalos, historischen oder modernen Orgeln sowie auf dem Klavier gespielt. Er galt als bester Orgelspieler der Welt, seine Kompositionen schrieb er für die Orgel. Liest man allerdings in seiner Biografie, spielte er auch das Cembalo und auch das Klavichord, Klavier und Geige. Sicher nicht zu seinen Instrumenten gehörte das Akkordeon, das erst Jahrzehnte später geboren wurde. Er hätte wohl auch gestaunt, seine Werke auf dem Tasteninstrument zu hören.
Er hatte drei Instrumente im Gepäck
Begleitet von Franz Löffl, der zusammen mit Helfern des Kulturausschusses schon im Vorfeld die Segel spannte, ging es in einem kurzen Spaziergang von der Klosterkirche Frauenzell auf die Wiese bei Ochsenweide, wo der Künstler bereits seine drei Instrumente vorbereitet hatte.
Zum zehnten Mal fand das Wiesenkonzert in Frauenzell statt, nur zweimal, so Franz Löffl, musste das Konzert in die Klosterräume verlegt werden. Auch Bürgermeisterin Marion Macht hieß die Gäste und Besucher zum Konzert willkommen.
Der Akkordeonspieler feuerte ein musikalisches Feuerwerk ab: Neben klassischen Werken von Bach, Mozart und Chopin hatte Kvashevich auch Volksmelodien im Rhythmus von Walzer, Tango, Polka Marsch, Foxtrott, aber auch populärer Musik im Repertoire.
Igor Kvashevich wurde 1979 in Belarus geboren. Nach seinem Studium an der staatlichen Musikakademie in Minsk sowie an der Hochschule für Musik und Theater München war er Solist an der staatlichen Philharmonie in Minsk und gewann zahlreiche internationale Wettbewerbe.
Seine unzähligen Reisen im In- und Ausland sowie den damit verbundenen Konzertauftritten mit weltweit bekannten Größen wie dem berühmten französischen Jazzmusiker und Komponisten Richard Galliano prägten seine künstlerische Entwicklung. Seit 2014 lebt Kvashevich im Raum Regensburg. Bereits im Alter von vier Jahren begann er, Akkordeon zu spielen.
Spannend war am Sonntag nicht nur das Konzert mit dem Meister der Tasten, Igor Kvashevic, sondern auch das Wetter: Der Besuch war dann doch geringer als die Jahre zuvor, was sicherlich dem angesagten heißen Wetter und einiger Gewitterprognosen geschuldet war. Aber das Wetter hielt aus und mit Ausnahme von ein paar kühlenden Regentropfen zeigten sich der Kulturausschuss als auch die Gäste begeistert und zufrieden über das Konzert.