Pop bis Polka
von Johann Festner
Die Wörther Stadtkapelle und ihre Nachwuchsgruppe begeistern beim Frühjahrskonzert mit einem vielseitigen Programm. Ihr Erfolgsrezept sind „nicht nur Proben und Noten“.
Die Stadtkapelle hat ihr Frühjahrskonzert mit einem weitreichenden Musikprogramm veranstaltet. Am Sonntagabend spielte sie in der alten Turnhalle mit ihrer Nachwuchsgruppe Young Brass sowohl klassische sinfonische Blasmusik als auch moderne Popstücke. Rechts der Bühne unterstrichen Bilder auf einer Leinwand visuell die Musik. Antonia Irrgang und Georg Kulzer dirigierten abwechselnd, Letzterer sang auch für ein Stück.
Mit „The Olympic Spirit“ von John Williams begann der Abend. „Feierlich und zugleich energiegeladen“, beschrieb Lea Ebner die Komposition. Mit Simon Müller, Vorsitzendem der Stadtkapelle, moderierte sie die Veranstaltung und erläuterte Details zu den gespielten Stücken. Für die Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele in Seoul 1988 schrieb Williams es, sagte Ebner. „Es bringt Fairness, Frieden und die Begeisterung über gemeinsame Erfolge zum Ausdruck.“
Mit „The Olympic Spirit“ von John Williams begann der Abend. „Feierlich und zugleich energiegeladen“, beschrieb Lea Ebner die Komposition. Mit Simon Müller, Vorsitzendem der Stadtkapelle, moderierte sie die Veranstaltung und erläuterte Details zu den gespielten Stücken. Für die Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele in Seoul 1988 schrieb Williams es, sagte Ebner. „Es bringt Fairness, Frieden und die Begeisterung über gemeinsame Erfolge zum Ausdruck.“
Rock trifft auf satten Klang eines Blasorchesters
Die musikalische Reise führte die Zuhörer danach nach Oregon zum gleichnamigen Stück von Jacob de Haan. In ihm spiegle sich ein landschaftliches Porträt der Wälder und der rauen Küste wider, so Ebner. Nach „Rock the Night” von Markus Götz verließ die Stadtkapelle vorerst die Bühne und überließ sie ihrer Jugendgruppe Young Brass. „Rockige Elemente mit sattem Klang eines Blasorchesters“, kombiniere die Nachwuchsgruppe, so Müller. Wie vielseitig Blasmusik sein kann, zeigten die Neun- bis 16-Jährigen mit ihrem ersten Stück: Bohemian Rhapsody. „Nicht lange nachdenken und den Moment genießen“, kündigte Müller den folgenden Popsong „Shut Up and Dance“ an. Der Titel sage schon alles, so Müller. Da Emojis nicht mehr aus dem Alltag wegzudenken seien, treffe die anschließende Emoji-Polka von Alexander Pfluger den Nerv der Zeit. Auch die SMS-Polka verbinde Tradition mit Moderne, fügte er hinzu. Trotz des jungen Alters bringe die Jugendgruppe viel Erfahrung und Spielfreude mit und hatte bereits zahlreiche Auftritte, sagte er.
„Das Geheimnis sind nicht nur das Proben und die Noten, sondern vor allem die Begeisterung“, so Ebner. Sie selbst spielte Klarinette in der Stadtkapelle, die das Konzert mit der Musik von Simon und Garfunkel fortsetzten.
„Man hört das Anstoßen der Gläser und das Lachen“
Im Anschluss spielten sie „Music“ von John Wiles und den Horst-Wende-Marsch. „Am Zehentstadel“ drücke die bayerisch-österreichische Wirtshauskultur aus. „Man hört direkt das Anstoßen der Gläser und das Lachen raus“, sagte Ebner. Die Atmosphäre der historischen Bauwerke und der Stadt zeige der Walzer „Im schönen Prag“, sagte Müller, der Bassklarinette spielte. Den Gesangstext des Stücks übernahm Kulzer. „Leichtigkeit und Herzlichkeit, was Musik so besonders macht“, bringe das anschließende Stück „Freude im Herzen“ zum Ausdruck, sagte Ebner. Es folgte das Stück „Mein Regiment“.
Heuer seien sie mit Konzerten spät dran und freuten sich, vor so vielen zu spielen, sagte Müller. Wetterbedingt habe das Konzert nicht am Freiluftort in Wiesent stattgefunden, sondern sie wendeten sich an die Wörther Stadt, um in der Sporthalle spielen zu können, ergänzte er. Mit zwei neuen Schlaginstrumenten – darunter einer Tantan-Trommel – hatte sich die Stadtkapelle zuletzt einen Wunsch erfüllt, sagte Kulzer. Als Zugabe hörten die Zuhörer zuerst „Wir leben Blasmusik“ und mit den Young Brass noch den Reichswehr-Marsch.
[Text: Amelie Dallmeier, Donau-Post; Bild: Johann Festner]