Brennberger Weihnachtssingspiel 2025
von Gabriele Hollschwandner
Artikel von Maximilian Eibl (Donau Post)
Singspiel feierte Premiere in der Wallfahrtskirche
Frauenzell. (em) In der Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt hat am Samstagabend das erste Weihnachtssingspiel der Gemeinde stattgefunden. Das Interesse über die Ortsgrenzen hinaus war groß: Wer mit dem Auto kam, erlebte teils eine regelrechte Herbergssuche, die Kirche war voll besetzt. Bürgermeisterin Irmgard Sauerer kündigte ein musikalisches Highlight an. Gleich werde zu hören sein, wie viele musikalische Talente es in Brennberg und den umliegenden Gemeinden gebe. Neben Solisten traten Reimars Erben, das Ensemble Chorios, der Kinderprojektchor und der Kirchenchor Brennberg sowie die Bläser der Florianikapelle auf. Das Singspiel erzählte die Weihnachtsgeschichte des Johannesevangeliums nach. Lesestücke wechselten sich mit passenden Liedern ab. Im Fall des französischen „Entre le boeuf et l’âne gris“ lieferte Klaus Wenk vorher die deutsche Übersetzung. Eine kurze Unterbrechung in der Weihnachtsgeschichte gab es, als die Sprecher vier Texte vorlasen, die Weihnachten in seiner heutigen Form kritisierten. Da freute sich zum Beispiel ein Geschäftsmann über klingelnde Kassen im Advent, besonders beim Kriegsspielzeug. Bei einem anderen verkam Weihnachten zur reinen Fressorgie. Die „Du-zahlst-alles-zurück-Bank“ warb für Kredite, damit man den Liebsten alles schenken könne, was diese wollten. Und der nach Amerika ausgewanderte Fritz vertröstet seine Mutter Jahr um Jahr, dass er beim nächsten Mal vielleicht zu Weihnachten heimkomme. Mit „Macht hoch die Tür“ endete das Singspiel. Als das Licht in der Kirche wieder anging, spendeten die Besucher stehenden Applaus. Danach trafen sich die Gäste in der Klosterschänke zu einem gemütlichen Ratsch bei Glühwein. Dieser war wie der Eintritt kostenlos. Spenden zugunsten von Kuno waren aber willkommen und wurden am Ausgang der Kirche gesammelt.
(Foto Maximilian Eibl)