Adventsabend im Hudetzturm
von Johann Festner
Reimars Erben, Milorad Romic und Monika Wenk unterhielten die Zuhörer
Besinnliche Stunden mit musikalischen sowie literarischen Beiträgen haben am Sonntagabend die Besucher des Adventsabends begeistert, der vom Arbeitskreis Kultur und dem Hudetz-Förderkreis im Hudetzturm organisiert wurde. Das Gesangsensemble Reimars Erben unter Leitung von Klaus Wenk eröffnete mit „Jetzt fangen wir an zu singen, halleluja“ den Reigen der adventlichen Weisen.
Der Name des Ensembles beziehe sich auf Reimar von Brennberg, der im 13. Jahrhundert als Ritter, Minnesänger, Lieddichter und Ministeriale des Bischofs von Regensburg gelebt habe, erläuterte Wenk. In seiner Nachfolge möchten die acht Sänger mit ihrer Musik Freude unter die Menschen bringen. „Und aitz is hold Winta worn, ois is verschneit“, sangen die Herren und sinnierten dabei, welche Gedanken einem an einen ruhigen Winterabend durch den Kopf gehen. Fröhliche Töne wurden beim „Gang zur Krippe“ angeschlagen, interpretiert wurde aus dem 17. Jahrhundert das bekannte Lied „Oh Heiland reiß die Himmel auf“.
Aus der Feder von Alfred Stadler stammte ein Stück, das beinhaltete: „Habts es scho kehrt, was passiert sein soll, in Bethlehem im Stall. Heit is der Heiland als Kind geboren, so is uns grod gsagt worn.“ Gehuldigt wurde der Muttergottes mit den Titeln „Gegrüßest seist du Maria“, modern wurde es mit einem Gospelsong.
„Im Wald is so staad“
Aufgegriffen wurden die Gesangbeiträge aus der bayerischen Weihnachtslegende „Heilige Nacht“ von Ludwig Thoma. Vertont wurden dazu von Karl Kraft die Lieder wie „Im Wald is so staad“. Zwischen den Beiträgen von Reimars Erben präsentierte Gitarrenvirtuose Milorad Romic instrumentale Stücke, die zu Herzen gingen. Monika Wenk bereicherte die Veranstaltung mit passenden Texten zur Vorweihnachtszeit. „Ein Licht wird kommen, wir warten schon drauf. Ein Licht wird kommen, zu uns und zu allen, genau wie damals“, las Wenk und lud zum Innehalten ein. Sie zitierte unter anderem einen Text aus einem Postkarten-Adventskalender: „Ich wünsche mir, dass die Welt wieder normal wird, nicht perfekt, das war sie noch nie.“ Der AK Kultur und Förderkreis bewirteten die Zuhörer mit Glühwein und Gebäck.